Strategische Ziele

Die nachfolgenden strategischen Ziele wurden gemeinsam erarbeitet und bilden den übergeordneten Orientierungsrahmen für die zukünftige Ausrichtung der MEAG. Sie bündeln die zentralen regionalen, wirtschaftlichen und energiewirtschaftlichen Interessen im Hinblick auf das künftige Nutzungsmodell.

Der Anteil des Bezirkes Visp (respektive seiner Gemeinden) beläuft sich auf rund 25 Prozent des Wasserkraftpotentials des gesamten Kantons Wallis. Gesamthaft betrachtet erreicht der Bezirk Visp damit eine Grösse, welche es ihm erlaubt, die regionalen Interessen mit Blick auf die möglichen Nutzungsmodelle stark zu gewichten.

Gewinne, Ausschüttungen und lokale Beschaffung können langfristig stärker in der Region gehalten und – innerhalb der gesetzlichen Vorgaben – aktiver gestaltet werden.

Die Werke liefern eine grosse Menge Strom mit hoher Winterwertigkeit. Eine koordinierte Weiterentwicklung (Modernisierung, Speicherbewirtschaftung, zusätzliche Zuflüsse) stärkt die Rolle der Region als Pfeiler der nationalen Versorgung.

Dadurch soll insbesondere auch die Attraktivität der Region als Wirtschaftsstandort (inkl. Industrie und Tourismus) sichergestellt und weiter gefordert werden. Das inskünftig Nutzungsmodell soll sicherstellen, dass die mit der produzierten Energie zusammenhängenden Arbeitsplätze in der Region liegen bleiben.

Die MEAG reduziert Fragmentierung zwischen elf Gemeinden, schafft klare Verantwortlichkeiten, konsistente Kommunikation und beschleunigt Entscheidungsprozesse.

Als geschlossene Einheit mit einem strategisch relevanten Energieportfolio tritt die MEAG gegenüber externen Akteuren mit deutlich stärkerer Position auf (Restwertfragen, Zusatzkonzessionen, Betriebsmodelle, Beteiligungsstrukturen).

Themen wie Klimawandel, hydrologische Veränderungen, Digitalisierung, Flexibilität- und Speichermanagement sowie ökologische Sanierungspflichten werden gemeinsam strategisch bearbeitet.

Angesichts der steigenden finanziellen, technischen und energiewirtschaftlichen Anforderungen ist der Einbezug von möglichen strategischen Partnern aus Sicht der Gemeinden sinnvoll. Dadurch können Risiken gezielt geteilt und gleichzeitig Zugang zu Finanzierungskraft, Fachkompetenz und betrieblichem Know-how sichergestellt werden.